Archive for Januar 2008

Jobsnote 2008 – bittere Enttäuschung
16. Januar, 2008

Ich sag’s gleich: der Beastmaster hat nur EINMAL „Boom“ gesagt. Dass die Keynote nicht umwerfend war, kann man sich also vorstellen.

Neue Software für iPhone & iPod touch
Sicher ganz nett, €18 für das Update finde ich zwar übertrieben, aber was solls. Um ehrlich zu sein ist es mir ziemlich egal, da ich weder das eine, noch das andere besitze.

TimeCapsule
Ein nettes Produkt. Etwas teuer vielleicht. Definitiv der produkttechnische Höhepunkt der Keynote.

Apple TV Take 2 & Filmvermietung
Ginge es Apple nicht um Marktmacht bei der Contentbereitstellung für iTunes, das Apple TV wäre bei dieser Keynote auf den Mars geschossen worden. Stattdessen präsentiert man ein Gerät das niemand will und freut sich, dass damit jetzt auch Filme gemietet werden können. Anscheinend, hat Apple die Marktmacht bei den Verhandlungen mit den Studios nicht sehr viel genützt, denn die Preise sind mehr als lächerlich. Da würde ich als apple TV Besitzer dann doch lieber zur Videothek gehen und die Hälfte bezahlen.

Macbook Air
Für mich persönlich die größte Enttäuschung. Und zwar nicht deshalb, weil das MacBook Air nicht überzeugen kann, sondern weil Steve kein anderes Natebook präsentiert hat. Warum kann es (mich) nicht überzeugen? Abgesehen, dass man für den Preis eine schnellere CPU erwarten kann und SSD Standard sein sollte, ist der Arbeitsspeicher angelötet und auch der Akku ist nicht wechselbar (und zu schwach). Während ich das Weglassen eines optischen Laufwerks als Schritt in die richtige Richtung sehe, kann das fehlende Firewire sehr schnell zum Problem werden. All diese Macken wären verzeihlich, wäre der Preis nicht so astronomisch hoch.

macbook pricing

Apple hat seine Consumer-Notebook Palette nach oben stark erweitert, das teuerste MacBook Pro ist günstiger als das Solid State Modell der MacBook Air Serie. Damit wird auch klar, dass das MBP Update, bei dem dann hoffentlich Multi-touch Verwendung findet, in naher Zukunft nicht zu erwarten ist. Denn dies würde die Verkäufe des MacBook Air mit Sicherheit kannibalisieren.
Man kann eben nicht alles haben. Ich denke, das Air wird sich sicher nicht schlecht verkaufen, doch zum Massenprodukt wie dem Macbook wird es wohl auch nicht werden.

Kein Wunder also, dass mich die Keynote enttäuscht hat. Ein, zwei Prodüktchen mehr wären nett gewesen. OK, Randy Newman, konnte das Ruder am Ende doch noch herumreißen. Also vielleicht ist sie es ja doch wert angesehen zu werden?

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Bei Apple kündigen?
11. Januar, 2008

Jens Alfke hat bei Apple gekündigt. Nicht dass mir der Name was gesagt hätte, bevor ich seinen Blogeintrag dazu gelesen hab. Er hat, mit einer kleinen Unterbrechung, von 1991 bis 2007 bei Apple gearbeitet und zum Beispiel Stickies und iChat entwickelt. Besonders interessant finde ich, dass er auch die Zeit ohne Steve Jobs miterlebt hat.

Gekündigt hat Alfke nach eigenen Angaben vorallem, weil er Social Software entwickeln wollte und Apple nicht. Die Strategie des Konzerns ist allerdings schlüssig, steht die Social Software Blase doch auch ohne Apple bereits unter ziemlich großer Spannung. Warum man nicht von vorne herein mitgemischt hat, um jetzt einer der ganz Großen zu sein, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Denn über die angeblich vielversprechenden Projekte die eingestellt wurden will/darf Alfke nicht sprechen.

Um an Social Software Projekten arbeiten zu können, hat sich der Entwickler selbständig gemacht und arbeitet jetzt von zuhause aus. Dass er damit dem Beispiel zahlreicher Developer gefolgt ist, die Apple in letzter Zeit verlassen haben, sieht Justin Berka von Ars Technica (noch) nicht problematisch. Damit mag er zwar Recht haben, aber wenn Indie Entwickler in Zukunft noch einfacher gutes Geld machen können, werden sich die großen Konzerne ausgefeiltere Strategien einfallen lassen müssen, um ihre Softwareingenieure bei Laune zu halten. Auch wenn es dieses Video nicht vermuten lässt, ist Google der Konkurrenz hier sicherlich immer noch Meilen voraus.

Steve Jobs

Was Jens Alfke noch stört, ist Apples fehlende Individualität der Außenwelt gegenüber.
But ever since the return of Steve Jobs, the company has been pretty maniacal about micro-managing its visible face, to make it as smooth and featureless as an iPod’s backside.
Dieser Satz könnte nicht treffender sein, denn genau so stellt man es sich vo, wenn der Kontrollfreak Steve Jobs das Sagen hat. Hinter den Kulissen müssen die Puppen tanzen und wehe, wenn einer ein Geheimnis ausplaudert. Dann werden Millionenprozesse gestartet, um den Schuldigen zu finden. In diese Schublade passt auch, dass man es bei Apple gar nicht gerne sieht, wenn Mitarbeiter bloggen. Dieses Gefühl hat jedenfalls Jens Alfke.

Aber am Ende seines Artikels schreibt er auch, wie gern er bei Apple gearbeitet hat, und dass er sich den Rückweg offen halten will. Abgesehen davon, dass es nach diesem Blogeintrag tatsächlich schwieriger werden könnte, wieder einzusteigen, zeigt das vorallem eines: Die Firmen bei denen man es (noch) besser hat, sind verdammt schwer zu finden.

Macworld Gerüchteküche: Wer glaubt den größeren Schwachsinn?
8. Januar, 2008

Noch eine Woche bis zur Keynote der Macworld Expo 08: Geeks in aller Welt können nicht mehr ruhig schlafen, Woz hat längst sein Zelt vor dem Moscone Center aufgeschlagen und Steve Jobs übt seinen großen Auftritt seit Wochen.

Scott Beale - laughingsquid.com

Während der Zirkus in San Francisco erst nächste Woche anfangen soll, ist er im Netz schon seit Wochen im Gange. Zahlreiche Gerüchteseiten „berichten“ über kommende Produkte und veröffentlichen so glaubwürdige „top-secret“ Dokumente wie dieses Keynote Transcript.
Bis jetzt habe ich mich dieser unendlichen Geschichte immer entziehen können, aber nachdem ich gerade jetzt kurz vor der Anschaffung eines Notebooks stehe, habe ich doch, das ein oder andere Mal auf den diversen Seiten vorbeigeschaut. Und die Fähigkeit der Fanboys (& -girls) jeden Schwachsinn zu glauben, hat mich am Ende mehr geschockt als amüsiert.

Macbook Touch

Apple hat durch die übermäßig betonte Geheimhaltung und die spektakuläre Veröffentlichung ihrer Produkte eine virale Marketingkampagne kreiert, die ihresgleichen sucht. In allen Teilen des Unternehmens scheint sich dies aber noch nicht herumgesprochen haben, sonst hätte man nicht kürzlich $100.000 gezahlt um die Seite thinksecret.com schließen zu lassen.